Marktüberblick: Welche ERP-Systeme gibt es?

Die Zeiten, in denen das Angebot an ERP-Programmen auf dem Software-Markt noch recht übersichtlich war, sind lange vorbei. Mittlerweile herrscht auch hier der altbekannte Verdrängungswettbewerb, mit welchem sich die verschiedenen ERP-System-Hersteller konfrontiert sehen. Während die Anzahl moderner ERP-System-Software für große Betriebe noch relativ überschaubar ist, wird es in Bezug auf das Angebot für kleine und mittelständische Unternehmen schon wesentlich schwieriger, den Überblick zu behalten.

Wodurch zeichnet sich ein ERP-System als Unternehmenssoftware aus?

ERP ist die Abkürzung für Enterprise Resource Planning (=Geschäftsressourcenplanung). Innerhalb dieses Feldes befasst man sich damit, betriebliche Produktionsfaktoren eines Unternehmens so effizient wie möglich zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Das können zum Beispiel folgende Ressourcen sein:

Oft werden ERP-Programme mit Warenwirtschaftssystemen gleichgesetzt. Dabei kann die umfängliche Unternehmenssoftware noch viel mehr und bedient zahlreiche Anforderungen großer Unternehmen oder Konzerne. Eine Warenwirtschaftslösung dient dazu, den Warenfluss im Geschäftsprozess einer Firma abzubilden. Sie beschränkt sich daher auf die Bereiche Lagerhaltung, Logistik und Disposition. Im Gegensatz dazu legt ERP-Software ihren Schwerpunkt vielmehr auf die Planung und Integration aller relevanten Daten für die gesamte Ressourcenplanung.

Unterschiedliche Branchen haben stellenweise auch abweichende Anforderungen an ein ERP-System bzw. ERP-Programm. Umso besser ist es, wenn eine Lösung auf den jeweiligen Wirtschaftszweig oder auch die Betriebsgröße angepasst werden kann. ERP-Systeme sind aus diesem Grund meist modular aufgebaut. Das bedeutet, dass Betriebe einzelne Software-Module ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen miteinander kombinieren können. Anschließend sorgen ERP-Programme dafür, dass alle Funktionen über eine zentrale Datenbank miteinander verknüpft werden. So ist eine effiziente Prozessplanung über alle Ebenen und Abteilungen des Unternehmens hinweg gewährleistet.

Aufbau eines ERP-Systems

ERP-Programme werden mittlerweile in unterschiedlichen Varianten von ERP-Herstellern angeboten. In Bezug auf die technische Bereitstellung können Firmen zwischen zwei Software-Modellen wählen:

  1. On-Premise-Software (Lizenz- und Nutzungsmodell für lokal installierte Computerprogramme) kommt meist in großen Unternehmen und Konzernen zum Einsatz, da sich diese speziell für ein Unternehmen einrichten lassen und die Komplexität und Anforderungen gut abbilden können.

  2. SaaS-Lösungen (Online-Programme bzw. Cloud-ERP-Systeme) eignen sich ideal für KMU, da sich diese schneller einrichten lassen und gleichzeitig branchenspezifische Anforderungen berücksichtigen.

Außerdem besteht mittlerweile die Möglichkeit, hybride ERP-Programme einzusetzen. Das bedeutet, dass einige Teile des Systems in der Firma selbst (On-Premise) betrieben werden, während andere Bereiche in der Cloud zur Verarbeitung bereitstehen. Hybride ERP-Lösungen vereinen die Vorteile beider Modelle und sind vor allem für den mittelständischen Bereich interessant.

Darum geht es in unserem ERP-Ratgeber

Wenn Sie ein ERP-System als Business-Software für die Ressourcenplanung in Ihrem Betrieb einsetzen möchten, stehen Sie vor der Herausforderung der richtigen Auswahl. Sie müssen in der Angebotsvielfalt der auf dem Markt erhältlichen Produkte die optimale Lösung für Ihr Geschäft finden. Mit unserem Ratgeber unterstützen wir Sie dabei. Wir geben Ihnen den Überblick über alle wichtigen Anbieter im ERP-Umfeld, den entscheidenden Funktionen der ERP-Systeme, sowie deren Marktanteile in Deutschland. Weiterhin stellen wir Ihnen aktuelle ERP-Programme und -Varianten vor. Unsere ERP-Marktübersicht soll Ihnen den Auswahlprozess erleichtern und Ihnen dabei helfen, am Ende die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen.

  1. Welche sind die wichtigsten und bekanntesten ERP-Hersteller?

  2. Wie treffe ich die richtige ERP-Auswahl? Eine Übersicht über empfehlenswerte Programme

  3. ERP als Open-Source-Lösung: Kommt Freeware an kostenpflichtige Software heran?

  4. ERP in der Cloud vs. On-Premise-Software – Welche Vorteile bieten webbasierte Business-Lösungen

Welche sind die besten ERP-Hersteller?

Heutzutage werden ERP-Systeme in zahlreichen Firmen erfolgreich eingesetzt – unabhängig von der Branche oder der Betriebsgröße. Die Bandbreite der verschiedenen ERP-Hersteller auf dem Markt ist hoch und entsprechend unübersichtlich ist das Angebot an ERP-Software in Deutschland.  Daher geben wir Ihnen im Folgenden eine ausführliche ERP-Marktübersicht über die verschiedenen Systemhäuser und deren Marktanteile, welche moderne Lösungen im Bereich Enterprise Resource Planning anbieten.

Eine ERP-Marktübersicht

SAGE

Das Unternehmen SAGE wurde 1981 in Newcastle gegründet. Im Jahr 2000 stieg der ERP-Hersteller in die eBusiness-Sparte und zwei Jahre später in die Personalwirtschaft sowie in das Customer Relationship Management (CRM) ein. Mittlerweile ist SAGE der drittgrößte Anbieter betriebswirtschaftlicher Software und Services. Er entwickelte sich bis heute zu einem großen, weltweit agierenden Hersteller für Unternehmenssoftware, der mit Produkten für den Mittelstand wirbt und verschiedene ERP-Systeme anbietet.

deltra Business Software

Der ERP-System-Hersteller deltra machte es sich 2008 zur Aufgabe, Softwarelösungen zu entwickeln, die den Ansprüchen moderner Unternehmen gerecht werden. Der ERP-Softwareanbieter stellt neben Warenwirtschaftssoftware (WaWi) innovative All-in-one-Lösungen im Bereich Enterprise Resource Planning zur Verfügung. Diese eignen sich speziell für KMU sowie für Selbstständige, Freiberufler, Handwerker und Dienstleister.

SAP

SAP wurde 1972 mit dem Ziel gegründet, eine Standard-Anwendersoftware für die Echtzeitverarbeitung zu entwickeln. Bereits ein Jahr später stellte der Software-Konzern das erste Finanzbuchhaltungssystem fertig, welches kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Im Laufe der Zeit kamen immer neue Module hinzu. Diese Modularität war von Beginn an die Geschäftsidee der Gründer und ist bis heute das Markenzeichen des Herstellers. SAP ist der größte ERP-Anbieter in unserer Übersicht und derjenige mit dem größten Marktanteil sowohl in Deutschland als auch weltweit. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Produktportfolios bietet SAP heute umfassende E-Business-Lösungen an, die eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen und hohen Anforderungen entsprechen.

Oracle

Der US-amerikanische ERP-Hersteller Oracle bietet auf verschiedene Industrie- und Wirtschaftszweige abgestimmte Unternehmens- und Anwendungssoftware, Internet-Plattformen, Server- und Speichersysteme, Daten- und Cloud-Lösungen sowie dazugehörige Services an. Die Anfänge des Unternehmenssoftware-Anbieters reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als Oracle mit der Erstellung und Einrichtung von Datenbanken begann. Heute befinden sich unter den Anwendern der Oracle-Lösungen im Bereich ERP zahlreiche weltweit führende Konzerne.

Scopevisio

Die Scopevisio AG entwickelt seit ihrer Gründung 2007 eine funktionale und integrierte Cloud-Software für mittelständische Unternehmen, welche dazu in der Lage ist, Geschäftsprozesse ganzheitlich und durchgängig abzubilden. Die Lösung des ERP-Herstellers eignet sich für unterschiedliche Betriebsgrößen – von wenigen bis hin zu vielen hundert Mitarbeitern. So schafft es Scopevisio, die Business-Lösungen einem breiten Markt zugänglich zu machen.

myfactory

myfactory startete im Gründungsjahr 2009 direkt mit Software in der Cloud und entwickelte von Anfang an SaaS-Anwendungen. Erst später folgten On-Premise-Programme. Der ERP-System-Anbieter aus Deutschland stellt derzeit eine inhaltlich umfangreiche ERP-Produktlösung mit einer breit gefächerten Modul-Auswahl für spezifischere Anforderungen zur Verfügung. Daneben sind aber auch verschiedene Branchen-Lösungen für unterschiedliche Betriebsgrößen im Portfolio enthalten.

weclapp

Die weclapp GmbH wurde 2008 gegründet. Seitdem entwickelt sie browserbasierte sowie modular aufgebaute Business-Software-Systeme für KMU. Zudem stellt der ERP-Hersteller aus unserer Marktübersicht moderne Software-as-a-Service Anwendungen zur Verfügung, die Firmen flexibel über das Internet nutzen können. weclapp zählt zu den führenden ERP-Entwicklern im Bereich Cloud-ERP-Systeme.

Microsoft

Microsoft verfügt mit dem ERP-Programm Microsoft Dynamics über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Unternehmenssoftware. Der ERP-System-Anbieter hilft kleinen und mittleren Betrieben mit seinen vollständig integrierten Business-Lösungen bei der Automatisierung der Geschäftsprozesse zwischen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Die Produkte gewährleisten Firmen aus allen Branchen eine umfassende Unterstützung.

Infor

Der im Jahr 2002 gegründete ERP-Hersteller Infor ist einer der weltweit größten Anbieter von ERP-Systemen. Infor bietet neben ERP-Programmen eine breite Palette folgender Softwarelösungen an: CRM, Enterprise Asset Management (EAM), Product Lifecycle Management (PLM), Supplier Relationship Management (SRM), Supply Chain Management (SCM), Financial Management und Performance Management. Zudem erhält man bei diesem ERP-Anbieter eine Lösung für Service Oriented Architecture (SOA).

DATEV

Zehn Jahre nach der Gründung von DATEV 1966 begann der Software-Anbieter aus Nürnberg bereits mit dem Auf- und Ausbau eines eigenen Netzes zur Datenfernübertragung zwischen Kanzlei und Rechenzentrum. Seitdem steht das Unternehmen für qualitativ hochwertige Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen und zählt zu den erfahrensten Anbietern in diesem Feld. Die Lösungen eigenen sich vor allem für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Firmen. Heute stellt DATEV ebenfalls eine kompakte ERP-Lösung für betriebswirtschaftliche Abläufe zur Verfügung.

Weitere relevante Hersteller von ERP-Systemen sind:

Überblick über die Marktanteile einiger großer ERP-Anbieter in Deutschland

Markanteile der größten ERP-Anbieter in Deutschland

Wie treffe ich die richtige ERP-Auswahl?
Eine Übersicht über empfehlenswerte ERP-Programme

In der folgenden ERP-Übersichts-Tabelle stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Lösungen der ERP-Hersteller noch genauer vor. Wir erläutern, durch welche Funktionen sich die Programme jeweils auszeichnen und mit welchen zielgruppen- bzw. branchenspezifischen Besonderheiten sie punkten können. Unsere ERP-Systeme-Liste ist die optimale Grundlage, um einen umfassenden Vergleich anzustellen. So können Sie besser entscheiden, welche Enterprise-Resource-Planning-Lösung für Sie und Ihr Unternehmen in Frage kommt und am Ende leichter eine ERP-Auswahl treffen.

SAGE: SAGE 100
SAP: SAP BusinessOne
DATEV: DATEV Mittelstand pro
weclapp
myfactory
Infor: Infor LN
Microsoft: Microsoft Dynamics NAV
Scopevisio
Oracle: JDEdwards EnterpriseOne
deltra Business Software: orgaMAX

Wo liegen die wesentlichen Unterschiede bei den Lösungen aus der ERP-Software-Auswahl?

Viele Programme aus unserer ERP-Auswahl zeichnen sich jeweils durch spezielle Branchenausrichtungen aus, sodass sie primär für spezielle Wirtschaftszweige in Frage kommen. Grundsätzlich gibt es zwischen den verschiedenen Lösungen aus unserer ERP-Systeme-Übersicht aber auch viele Gemeinsamkeiten. Die meisten von ihnen sind zum Beispiel modular erweiterbar. So haben Sie die Möglichkeit, Module und Funktionen auf Wunsch zu Ihrer Software jederzeit hinzuzubuchen, sodass Sie diese den Anforderungen und Bedürfnissen Ihres Unternehmens individuell anpassen können. Viele Hersteller aus unserer ERP-Auswahl bieten in ihrem Produkt-Portfolio außerdem verschiedene Programm-Erweiterungen und zusätzliche Add-Ons an, mit welchen Sie eine noch bessere Branchenabdeckung Ihrer ERP-Software erzielen können und optimal für die Erreichung Ihrer Unternehmensziele gerüstet sind.

ERP als Open-Source-Lösung - Eine Alternative zu kostenpflichtiger Business-Software?

Sie können sich die Implementierung eines namhaften ERP-Systems nicht leisten oder stellen einfachere Ansprüche an entsprechende Software-Lösungen? Sie benötigen keine umfangreichen und komplexen Funktionen, sondern ein straffes funktionales ERP-System? Neben kostenpflichtigen ERP-Systemen gibt es eine ganze Reihe an flexibel einsetzbaren und vor allem kostengünstige ERP-Open-Source-Programmen. Diese bieten Ihnen viele leistungsfähige Funktionen und schonen gleichzeitig den Geldbeutel. Doch können Open-Source ERP-Systeme grundsätzlich mit kostenpflichtiger Enterprise-Resource-Planning-Software mithalten?

Was ist Open-Source ERP-Software– und wo liegt der Unterschied zu ERP-Freeware?

Vielen Unternehmen bereitet es großes Kopfzerbrechen, ein ERP-System zu implementieren und alle Geschäftsprozesse darauf auszurichten. Meist ist eine ERP-Einführung budgettechnisch eine ziemliche Belastung nimmt deutlich zu viel Zeit in Anspruch oder funktioniert einfach nicht nach Plan. Aus diesem Grund gewinnen im Bereich Enterprise Resource Planning sogenannte Open-Source ERP-Systeme immer mehr an Bedeutung. Open-Source-Software – kurz OSS – bezeichnet offene bzw. freie Programm-Lösungen, welche Sie häufig kostenlos nutzen können, ohne dass währenddessen Lizenzgebühren anfallen.

Beachten Sie, dass Sie ERP-Lösungen im Bereich Open-Source nicht synonym mit ERP-Freeware verwenden dürfen. Unter ERP-Freeware versteht man eine urheberrechtlich geschützte ERP-Software, welche Sie zwar frei und kostenlos nutzen können, für die Sie allerdings keine Bearbeitungserlaubnis erhalten. Im Gegensatz dazu verfügt Open-Source Business-Software über einen frei zugänglichen Quellcode, welchen Sie beliebig modifizieren können, um das Programm Ihren firmeninternen Bedürfnissen entsprechend anzupassen . Zudem dürfen Sie den Quellcode von OSS-Software sogar in abgeänderter Form weiterverbreiten. ERP-Freeware kommt für derartiges Customizing nicht in Frage.

Da Open-Source-Software in der Regel lizenzkostenfrei verfügbar ist, verdienen die Open-Source ERP-Anbieter insbesondere durch:

Viele Provider erheben darüber hinaus in regelmäßigen Abständen Wartungsgebühren. Die eingesparten Lizenzkosten fangen sie demnach teilweise durch Service- und Wartungskosten wieder auf.

Welche Open-Source ERP-Systeme gibt es?

ADempiere eignet sich besonders gut für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das ERP-Open-Source-Programm deckt eine breite Palette an Modulen und Funktionen ab – so unter anderem in den Bereichen Supply Chain Management (SCM) und Customer Relationship Management (CRM). Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einkaufs-, Lager-, Verkaufs- und Buchhaltungsprozesse bequem in einer einzigen Lösung zu managen. ADempiere läuft unter Windows, MacOS und Linux sowie auf allen gängigen Smartphones und Tablets. Sie können die Software ebenfalls in Form einer ERP-System-Demo testen.

Odoo ist ein Open-Source-ERP, welches sich im Gegensatz zu komplex aufgebauten ERP-Systemen durch eine besonders einfache und benutzerfreundliche Bedienoberfläche auszeichnet. Gleichzeitig ist das Programm mit allen wichtigen Modulen ausgestattet, die Sie für effizientes Enterprise Resource Planning benötigen: Einkauf, Fertigung, Projektmanagement, Abrechnung, Bestandsverwaltung, Buchhaltung. Da all diese Module miteinander kommunizieren können, sind sie dazu in der Lage, Informationen nahtlos und effizient auszutauschen.

Apache OFBiz umfasst Module für Fertigung, Bestandsverwaltung, Katalogverwaltung, Personalwesen, Buchhaltung, CRM und E-Commerce. Sie können die Open-Source ERP-Software unkompliziert auf Ihre individuellen Anforderungen zuschneiden. In erster Linie wurde sie für mittelständische und große Betriebe konzipiert.Die E-Commerce-Schnittstelle können Sie genau wie die Backend- Anwendungen als ERP-Software-Demo ausprobieren und so herausfinden, ob sich das Programm für die Abbildung Ihrer bestehenden IT- und Geschäftsprozesse auch eignet.

OpenZ ist ein webbasiertes System, auf welches Sie über Ihren Browser zugreifen können. Somit können Sie die ERP-Lösung im ortsunabhängig und auf jedem beliebigen Gerät verwenden. Das moderne Open-Source-Programm integriert alle Funktionalitäten für wichtige ERP-Aufgaben: Einkauf, Produktion, Warenwirtschaft, Online-Handel, Projektmanagement, Finanzen, Vertrieb, CRM und vieles mehr. Mit Hilfe von Customizing können Sie die Open-Source Unternehmenssoftware individuell an die Bedürfnisse Ihres Betriebs anpassen.

WebERP arbeitet - wie der Name schon sagt - über Ihren Webbrowser. Konkret handelt es sich bei dieser Open-Source-Software um ein plattformunabhängiges Cloud-ERP-System, welches auf die Bereiche Großhandel, Vertrieb und Fertigung ausgerichtet ist und mit dem Sie alle Aufgaben im Business-Management und im Rechnungswesen bequem erledigen können. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, die Software mit einem Point-of-Sale-System für Multi-Filial-Einzelhandelsmanagement oder mit einem E-Commerce-Modul auszustatten. Auch hier können Sie im Vorfeld eine Demo-Version testen.

Wer profitiert am meisten vom Einsatz eines ERP-Open-Source-Systems?

Durch den Einsatz von ERP-Lösungen aus dem Bereich Open-Source können Sie grundsätzlich von folgenden Vorteilen profitieren:

Die breit gefächerte Palette an Open-Source-ERPs liefert grundsätzlich für fast jedes Unternehmen eine passende Lösung. In erster Linie profitieren schnell wachsende Betriebe vom Einsatz des Open-Source-Modells. Optimal eignen sich die quelloffenen Lösungen außerdem für Existenzgründer und Start-ups mit

  1. schmalem Budget und/oder

  2. überschaubaren Anforderungen.

In puncto Funktionalität können Open-Source-Lösungen den bekannten, kostenpflichtigen ERP-Systemen aber trotzdem nicht das Wasser reichen. KMU und größere Konzerne treffen meist die bessere Wahl, wenn sie von vornherein ein Programm eines bekannten ERP-Providers für ihren Betrieb anschaffen. Oft gibt es bei Open-Source-Projekten nämlich noch Nachholbedarf, wenn es um Punkte wie Modul-Umfang, Performance und Zuverlässigkeit geht.

Sollten Sie die Anschaffung einer Open-Source-ERP-Lösung in Erwägung ziehen, so sollten Sie sich bereits vorab intensiv mit den Vorteilen und Nachteilen einer so speziellen Software-Lösung machen. Sie müssen berücksichtigen, dass eine Open-Source-Lösung meist kostengünstig ist, jedoch auch intensiv und zeitaufwendig werden kann, sobald Sie diese für Ihre Zwecke „customizen“ bzw. anpassen möchten. Hier benötigen Sie einen IT-Spezialisten, der Ihnen die benötigen Funktionen im Quellcode integriert und korrekt implementiert. In den meisten Fällen müssen Sie auch hier wieder auf erfahrene Programmierer zurückgreifen, welche wiederum Kosten verursachen. Sollten während der Arbeit mit einem Open-Source ERP zudem einmal Probleme auftauchen, haben Sie in der Regel keinen Haftungsanspruch und stehen vor einem weiteren Problem, das schlimmstenfalls wieder neue Kosten verursacht. Berücksichtigen Sie dies unbedingt bei Ihrer Auswahl eines ERP-Systems für Ihr Unternehmen.

ERP in der Cloud vs. On-Premise-Software – Welche Vor- und Nachteile bieten beide Business-Lösungen?

Sie wissen nicht genau, ob ein ERP-System in der Cloud oder möglicherweise doch eine On-Premise-Lösung besser für Ihren Betrieb in Frage kommt? Die Geschäftsprozesse in Ihrem Unternehmen können grundsätzlich von beide Programm-Modelle optimal abgedeckt und automatisiert werden. Trotzdem zeichnen sich die unterschiedlichen System-Varianten jeweils durch verschiedene Vor- und Nachteile aus. Ein detaillierter Vergleich kann Ihnen dabei helfen, am Ende die richtige ERP-Auswahl zu treffen.

Die Unterschiede zwischen ERP in der Cloud und On-Premise-Systemen

On-Premise-ERP

Grundsätzlich versteht man unter einer On-Premise-Software ein Computer-Programm, das serverbasiert arbeitet. Um ein On-Premise-ERP in Ihrem Unternehmen in Betrieb nehmen zu können, müssen Sie dementsprechend einige Voraussetzungen erfüllen:

  1. Sie benötigen eigene Hardware in Form von Firmen-Rechnern. Auf diesen müssen Sie die ERP-Lösung lokal installieren.

  2. Weiterhin ist die Inbetriebnahme eines On-Premise-Programms nicht möglich, ohne dass Sie in Ihrem Unternehmen ein eigenes Rechenzentrum einrichten oder alternativ in einem Rechenzentrum eines externen Anbieters Server anmieten.

Cloud-ERP

ERP in der Cloud müssen Sie im Gegensatz zu einem On-Premise-System nicht lokal auf Ihren Firmen-Rechnern installieren. Alles was Sie stattdessen für die Inbetriebnahme benötigen, sind

ERP in der Cloud wird Ihnen von entsprechenden Providern meist in Form einer Dienstleistung angeboten. Aus diesem Grund folgt ERP in der Cloud in der Regel auch einem speziellen Mietmodell. Für Sie bedeutet das konkret, dass Ihnen ein ERP-Cloud-Anbieter alle Hardware-Komponenten, die Sie zur Inbetriebnahme eines webbasierten ERP-Systems benötigten, im Rahmen einer monatlichen Cloud-Pauschale zur Verfügung stellt. Hinzu kommt, dass sich der Provider ebenfalls um Wartungsarbeiten, Reparaturen und Updates kümmert.

Die Vor- und Nachteile von On-Premise-ERP im Überblick

Die Vor- und Nachteile von On-Premise-ERP im ÜberblickDie Vor- und Nachteile von On-Premise-ERP im Überblick

Wann ist ein On-Premise-ERP die richtige Wahl für mich?

Sie spielen mit dem Gedanken, ein On-Premise-System in Ihrem Unternehmen einzusetzen? Eine lokal installierte ERP-Software ist unter folgenden Voraussetzungen die richtige Lösung für Ihren Betrieb:

Die Vor- und Nachteile von ERP in der Cloud im Überblick

Die Vor- und Nachteile von ERP in der Cloud im Überblick

Wann ist ein ERP in der Cloud die richtige Wahl für mich?

Sie denken, ein Online-ERP-System ist für Ihr Unternehmen womöglich die beste Wahl? Eine webbasierte ERP-Lösung kommt optimal für Sie in Frage, wenn folgende Aussagen auf Sie zutreffen: